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Der SC Lyss feiert den 13. Sieg in Serie und steht im Halbfinale

Der SC Lyss feiert den 13. Sieg in Serie und steht im Halbfinale
Der SC Lyss feiert den 13. Sieg in Serie und steht im Halbfinale der MySports League. Der SC Lyss zeigte sich auch im dritten Spiel gegen Chur als die abgeklärtere Mannschaft. Goalie Kevin Geissbühler erhält die Auszeichnung des besten Spielers

Playoff ¼-Finals (best-of-5): Endstand 0:3
Domenig Stadion, Chur. – 956 Zuschauer. – SR Graber; Blatti/Nater.
Tore: 9. Burgener (Balsiger, Colomb) 0:1. 17. Smith (Girardin, Gyger, Ausschluss Sablatnig) 0:2. 60. Gyger (ins leere Tor) 1:3.
Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Chur, 8-mal 2 Minuten gegen Lyss.
SC Lyss: Geissbüher; Aeschlimann, Wyss; Röthlisberger, Colomb; Suleski, Graf; Minder, Ryf; Blatter, Kovac, Smith; Gyger, Wüest, Girardin; Gerber, Siegenthaler, Von Dach; Mattioni, Balsiger, Burgener.

Der SC Lyss steht in den Playoff-Halbfinals!!!

Der SC Lyss hat in der MySports-League die Qualifikation für die Halbfinals geschafft. Im Playoff-Viertelfinale konnten sich die Seeländer auch im dritten Spiel gegen Chur durchsetzen und siegten auswärts überzeugend mit 3:1.

Die SCL-Serie geht ungebremst weiter: Auch die verflixte Zahl 13 konnte den Seeländer MSL-Vertreter nicht stoppen. Mit dem 13. Sieg in Serie zieht der Aufsteiger aus Lyss völlig überraschend in die Playoff-Halbfinals ein. Der SC Lyss siegte zum dritten Mal in Folge auswärts in Chur. Die Viertelfinalserie endet mit 3:0 für das Team von Trainer Serge Meyer. Den erneuten Erfolg legten die Gäste bereits im ersten Drittel. Dabei bewies die gesamte Mannschaft von Beginn weg einen grossen Siegeswillen und schier grenzenloses Selbstbewusstsein. Klasse, wie Steve Burgener ein Zuspiel von Marc Balsiger verwertete. Beim 0:2 durch den kanadischen Neuzugang Christopher Smith nach 17 Minuten, nutzten die Lysser dann die erste Powerplay-Situation zum Torerfolg.

Viel Geduld in der Defensive

Im mittleren Abschnitt herrschte in Chur echte Playoff-Stimmung und auf dem Eis ging es recht zur Sache. Die Schiedsrichter verhängten sieben Bankstrafen. Vier davon gingen auf das Konto der Lysser. Das Boxplay verhielt jedoch und Goalie Kevin Geissbühler der gewohnt sichere Rückhalt zwischen den Pfosten. Trotz grossem Druck gelang den Bündnern kein Tor. Schlimmer noch, die Bünder verkrampften sich eher mit dem Wissen, dass alles andere als ein Sieg das Saisonende bedeuten würde. Dem SC Lyss skorte zwar ebenfalls nicht, aber der Zweitore-Vorsprung konnte souverän mit viel Geduld gehalten werden. Fast 1000 Zuschauer schrien sich auch im Schlussdrittel fast die Seele aus dem Leib. Sie wollten Torerfolge ihrer Churer bejubeln. Doch der SC Lyss liess einfach gar nichts zu. Die vier Verteidigerpaare verdienten sich Bestnoten. Goalie Geissbühler agierte in seinem Kasten wie ein Hexer. Auch das Timeout von Chur-Trainer Tomas Tamfal nutzte vorerst nichts. Spannend wurde es erst ganz zum Schluss als dem Heimteam in der 56. Minute das Anschlusstor gelang. Die letzten zwei Minuten agierte Chur ohne Goalie. Doch das Glück war ebenfalls auf Lysser Seite und Dominik Gyger avancierte mit seinem Empty-Netter zum 1:3 endgültig zum «Men of the Match». Der SC Lyss steht verdient in den Playoff-Halbfinals. Gegner ist ab kommendem Dienstag entweder der bereits qualifizierte HCV Martigny, Dübendorf oder dem Sieger aus der Begegnung Basel – Arosa. BT/Daniel Martiny

Playoff-Stimmung pur in der Seelandhalle!

Playoff-Stimmung pur in der Seelandhalle!
Lyss gewinnt ein emotionsreiches, hart umkämpftes Spiel gegen Chur mit 2:1. Die Seelandhalle wurde im letzten Drittel zu einem wahren Hexenkessel.

Als Gerber vier Minuten vor Schluss den Siegestreffer für die Seeländer erzielte, explodierte die Halle mit den 888 Zuschauern! Am nächsten Dienstag geht es in Chur weiter!

SC Lyss gewinnt das erste Playoff-1/4-Finalspiel

SC Lyss gewinnt das erste Playoff-1/4-Finalspiel
Der SC Lyss gewinnt das erste Playoff-1/4-Finalspiel in Chur mit 4:2. Mit viel Kampfwille und dem notwendigen Glück konnten die Seeländer ihren 11. Sieg in Serie feiern! In der Best-of-Five Serie steht es nun 1:0 für Lyss. Am Donnerstag folgt in der Seelandhalle die zweite Partie. Spielbeginn 19.45 Uhr.

Chur – Lyss 2:4 (0:2, 0:0, 2:2)

Playoff-Viertelfinal (Best-of-five: 0:1)

Domenig-Stadion Chur. – 672 Zuschauer. – SR Leimgruber; Baumgartner, Remund.
Tore: 6. Gyger (Girardin, Colomb) 0:1. 12. Blatter (Aeschlimann) 0:2. 45. Sablatnig (Schommer, Ausschluss Leuenberger) 1:2. 50. Graf (Blatter, Girardin) 1:3. 55. Kellenberger (Bischofberger, Roussette) 2:3. 60. Leuenberger (Gerber, Wyss, ins leere Tor) 2:4.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Lyss.
SC Lyss: Geissbühler; Schmid, Colomb; Wyss, Aeschlimann; Suleski, Graf; Blaser; Blatter, Balsiger, Mattioni; Gyger, Girardin, Smith; Gerber, Siegenthaler, Leuenberger; Von Dach, Kovac, Burgener.

Lyss setzt Siegesserie in den Playoffs fort

Der SC Lyss reiht in diesem Jahr Sieg um Sieg aneinander und legt auch in den Playoff-Viertelfinals in Chur keinen Halt ein. Mit einem 2:4-Auswärtserfolg ziehen die Seeländer in der Best-of-five-Serie 1:0 in Front.

Es klingt schier unglaublich, ist aber wahr: Wer soll eigentlich diesen SC Lyss noch stoppen? Elf Siege in Serie hat der Seeländer My-Sports-League-Vertreter nun auf seinem Konto. Und wenn es in den Playoffs so weitergeht, ist noch so manches möglich. Jedenfalls haben sich die Lysser in Chur schon mal ein zweites Heimspiel gesichert. Dieses wird am Donnerstag in einer Woche in der Seelandhalle gespielt, insofern und man weiss es ja nie, der SC Lyss die Bündner nicht gleich mit drei Siegen in Serie aus dem Playoff-Rennen wirft. Doch so weit ist es noch nicht. Wenn man allerdings den ersten Seeländer Auftritt in Chur anschaut, so geht dieser in Ordnung. Mit sehr grossem Selbstvertrauen ging das Team von Trainer Serge Meyer in diese erste Playoff-Partie, gab den Tarif schonungslos bekannt und führte zur ersten Pause mit 2:0.

Chur kämpfte verbissen

Der EHC Chur wusste vorerst nicht so recht, wie ihm geschah. Steckte ihnen noch die letzte Heimniederlage vom vergangenen Samstag gegen die Seeländer in den Knochen? Die Offensivbemühungen der Bündner scheiterten vorerst alle. Auch im Boxplay blieben die Gäste stets auf der sicheren Seite. Dominik Gyger hatte das Skore eröffnet, Routinier Bruno Blatter sorgte mit seinem 0:2 für einen beruhigenden Zwischenstand, der bis in die 45. Minute hinhalten sollte. Im Powerplay kamen die Gastgeber nun endlich zum ersehnten Anschlusstor. Die Wende in Chur? Verteidiger Kenneth Graf hatte etwas dagegen und hämmerte die Scheibe in der 50. Minute zum 1:3 unter die Latte. Die Churer waren immer noch nicht geschlagen und kamen fünf Minuten vor Schluss nochmals zum Anschlusstor. Die Churer Eishalle war längst ein Tollhaus, die Spannung kaum mehr auszuhalten. Bis 12 Sekunden vor Schluss mit einem «Empty-Netter» von Kaj Leuenberger zum 2:4 der Lysser Sieg feststand. BT/Daniel Martiny

Nach zehn Siegen in Serie auf dem 5. Rang.

Nach zehn Siegen in Serie auf dem 5. Rang.
Der SC Lyss beendet die Regular Season nach zehn Siegen in Serie auf dem 5. Rang. Am Dienstag geht es im Playoffs-Viertelfinal weiter. Der Gegner heisst erneut EHC Chur! Am Donnerstag sind die Bündner dann zu Gast in der Seelandhalle!

Der Playoff-Traum lebt mehr denn je

Der Playoff-Traum lebt mehr denn je
Neunter Sieg in Serie für den Seeländer MSL-Vertreter. Der SC Lyss erfüllte seine «Pflicht», feierte einen 7:3-Erfolg und kann sich am Samstag in Chur aus eigener Kraft für die Playoffs qualifizieren.
Die Ausgangslage für die Seeländer für das Spiel im Emmental war klar: Ein Sieg und die Chancen für die Playoff-Qualifikation lebt auch eine Runde vor Schluss weiter. Noch besser: Weil Thun in Düdingen unterlag, kann der SC Lyss nun aus eigener Kraft das grosse Ziel schaffen. Nach kurzer Anlaufzeit schlug das Team von Serge Meyer im Emmental brutal zu. Drei Tore innert 88 Sekunden und schon schien der Match entschieden. Würde Hockey Huttwil, das neu von Daniel Bieri anstelle von Andreas Beutler trainiert wird, die Kraft und die Moral finden, als feststehender Abstiegsrunden-Teilnehmer die Lysser genügend zu fordern? Tatsächlich eröffnete Trüssel das Skore für die Gastgeber noch im Startdrittel. Damit war es aber auch schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Wenigstens vorübergehend. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Lysser sogleich wieder das Spieldiktat und erhöhten zur Spielhälfte auf 1:4. Allerdings regierte der Gastgeber umgehend und stellte den alten Zweitore-Rückstand sieben Sekunden später wieder her.

Konzentration auf den Samstag

Grossartiges Eishockey gab es am Mittwoch in Huttwil nicht mehr zu sehen. Die Emmentaler hielten zwar dagegen, mussten aber Sekunden vor der Pause das vorentscheidende fünfte Gegentor per Shorthander hinnehmen. Der Lysser Neuzugang Christopher Smith stellte das Resultat in der 41. Minute auf 2:6, Leuenberger erhöhte im Powerplay auf 2:7. Die Spannung war längstens draussen und auf den Zuschauerrängen schaute man eher auf den Totomat. Der SC Lyss ist nach seinem neunten Erfolg in Serie auf dem Weg in die Playoffs und kann sich am Samstag eigentlich nur noch selbst Steine in den Weg legen. Gefragt ist schlicht und einfach zumindest ein Punktgewinn in Chur. dmb

Sieg nach grandiosem Spektakel

Sieg nach grandiosem Spektakel
Der Seeländer MSL-Vertreter SC Lyss bleibt souverän auf Playoff-Kurs. In einem äusserst spektakulären, spannenden und emotionsreichen Spiel besiegt Lyss den Walliser Tabellenführer Martigny mit 5:4 nach Penaltyschiessen.
Was sich am Samstag in der Seelandhalle abspielte, erinnerte eher an eine Playoff-Finalpartie als an ein Qualifikationsspiel. Der SC Lyss und der HCV Martigny lieferten sich ein hochstehendes Spektakel, dass die Zuschauer regelrecht von den Sitzen riss. «Ein Wahnsinnsspiel, und es hätte beinahe sogar für einen Dreier gereicht», sagte Lyss-Coach Serge Meyer. Dabei verlief der Start alles andere als ideal. Der SCL schien fast übermotiviert und Lennart Siegenthaler musste nach einem Check gegen das Knie bereits in der dritten Minute unter die Dusche. Während der Fünfminutenstrafe gingen die Walliser verdient in Führung. Die Reaktion, der kämpferischen Lysser liess nicht lange auf sich warten. Durch eine verzögerte Schussabgabe erzielte Kai Wyss herrlich das 1:1. Dem favorisierten Tabellenführer aus dem Wallis gelang bereits eine Minute später das nächste Tor. Nach einem Foulspiel von Simon Wüest entschied der Unparteiische auf Penalty. Unglaublich, aber wahr: 30 Sekunden benötigte das Heimteam, ehe Girardin nach grandioser Vorarbeit von Suleski das 2:2 gelang. In der Folge zeigte sich der Unparteiische mit einigen kuriosen Entscheidungen verunsichert und zog vorab die Wut der Zuschauer auf sich, als er ganz offensichtliche «Schwalben» des Gegners nicht ahndete. Die Emotionen nahmen auch auf dem Eis kurzfristig zu.

Mit Colomb auf der Siegesstrasse

Glücklicherweise hatten sich beide Mannschaften im Mitteldrittel wieder im Griff und zeigten schnelles, schnörkelloses Eishockey. In dieser äusserst intensiven Phase, schafften es erneut die Gäste, die Scheibe zu versenken. Gailland traf diesmal im Powerplay. Lyss hatte wieder die richtige Antwort parat und glich diesmal durch Blatter aus. «Das war tatsächlich keine leichte Aufgabe, doch weil wir alle am gleichen Strick gezogen haben, schafften wir den erneuten Turnaround», so Lyss-Verteidiger Sebastien Colomb. Seit Colomb mit dem SCL zum Einsatz kommt, haben die Seeländer keine Partie mehr verloren. Und dabei hatte Sebastien Colomb die Vorbereitung ausgerechnet beim HCV Martigny bestritten. Nach dem 3:3 besassen beide Teams genügend Chancen zum Torerfolg und die über 500 Zuschauer kamen in den Genuss einer sehr spannenden Partie. Der SC Lyss sollte aber erst in der 46. Minute erstmals in Führung gehen. Mattioni bewerkstelligte nach Vorarbeit von Gerber und Aeschlimann das 4:3. Allerdings sollte auch dieses Zwischenresultat nicht lange Bestand halten: Das 4:4 erzielte Martigny elf Minuten vor Schluss. Weitere Treffer fielen nicht mehr, auch weil Lyss-Goalie Maruccia mit mehreren Glanztaten überzeugte und zum besten Lysser gekürt wurde.

Nervenstarke Lysser

«Die Verlängerung verlangte uns gegen diesen hochkarätigen Gegner alles ab», meinte Serge Meyer. Jetzt sei seinem Team entgegengekommen, dass es mental überzeugend auftrat und top eingestellt bis zur letzten Sekunde kämpfte. Es fiel kein weiterer Treffer und das Penaltyschiessen musste entscheiden. Da zeigte sich das Meyer-Team erst recht nervenstark: Girardin und Gerber trafen ins Schwarze, Lyss-Keeper Maruccia hielt seinen Kasten rein. Der Zusatzpunkt war Tatsache. Noch bleiben zwei Runden in der Qualifikation zu spielen. Arosa, Thun, Wiki-Münsingen und Lyss sind auf den Plätzen sechs bis neun nur um einen einzigen Zähler getrennt. Der Playoff-Kampf ist in vollem Gang und der SC Lyss besitzt noch alle Chancen zur Qualifikation. Serge Meyer: «Es ist nun wichtig, nicht zufrieden zu sein. Wir wollen kurz den Sieg geniessen, aber spätestens ab Montag den Fokus voll auf die nächste Partie in Huttwil richten.»
Daniel Martiny

Lyss dreht Spiel gegen Thun auf sensationelle Art und Weise

Lyss dreht Spiel gegen Thun auf sensationelle Art und Weise
Der SC Lyss baut seine Siegesserie aus. Gegen den EHC Thun feiern die Seeländer einen 5:3-Heimsieg. Einmal mehr zeigten sie dabei ein starkes Schlussdrittel.
Es dürften sich einige Zuschauer bereits auf die Verlängerung eingestellt haben, als Florin Gerber unverhofft und aus zentraler Position zum Abschluss kommt. Der Schuss des LyssCaptain landet in der oberen Torecke, die Seelandhalle erbebt. Die Zuschauer bejubeln den Torschützen, der aber sofort auf Kaj Leuenberger zeigt. Dieser hatte sich zuvor an der Bande den Puck erkämpft und ihn auf den Knien zu Gerber gepasst. Das 4:3 ist der Nackenschlag für die
aufopfernd kämpfenden Gäste aus Thun, die vor allem zu Beginn der Partie besser aufspielten und in der ausgeglichenen Schlussphase ebenfalls zu
aussichtsreichen Chancen gekommen sind. 24 Sekunden später macht Girardin mit dem 5:3 alles klar. Damit bauen die Seeländer ihre eindrückliche Siegesserie, die kurz vor Weihnachten in Düdingen begonnen hat, auf sieben Partien aus. Bei vier dieser Erfolge vermochten die Lysser einen Rückstand zu drehen.

Colomb bringt Lysser zurück

Auch gestern dauerte es ein Weilchen, bis die Lysser in Fahrt kamen. Die Thuner zeigten sich aggressiver und so sahen sich die Lysser vorwiegend mit Abwehrarbeiten konfrontiert. Auf Dauer konnte dies nicht gut gehen und tatsächlich erzielten die Thuner in der 13. Minute den Führungstreffer. Allerdings ist das Tor aus Lysser Sicht, vor allem aus derjenigen von Goalie Geissbühler, auf eine unglückliche Art und Weise zustande gekommen. Den Schuss schien er bereits geblockt zu haben, da tauchte die Scheibe plötzlich wieder vor seinen Beinschonern auf. Burkhalter, der auf einen Abpraller gelauert hatte, reagierte am schnellsten und schoss das 1:0. Weil eine Lysser Reaktion vorerst ausblieb, stürmten die Gäste munter weiter und erhöhten das Skore rund vier Minuten später. Wiederum traf Burkhalter, dieses Mal nach einem schönen Querpass des einmal mehr stark aufspielenden Captains Joel Reymondin. Derweil schienen die Lysser in der Offensive jemanden wie Bruno Blatter zu vermissen. Der Routinier, der gestern krank ausgefallen ist, hatte in den drei bisherigen Duellen mit Thun immer getroffen; besonders die Begegnung drei Wochen zuvor hatte er mit vier Toren quasi im Alleingang entschieden. So musste halt ein Verteidiger in die Bresche springen. Sebastien Colomb zog während eines Überzahlspiels von der blauen Linie ab und brachte die Lysser zurück ins Spiel. Nachdem im Startdrittel die Gäste quasi die Alleinunterhalter mimten, tauchten nun auch die Hausherren öfter gefährlich vor dem Thuner Hüter auf.

Ausgeglichene Schlussphase

Der nächste Treffer fiel dennoch erst im Schlussdrittel. Leuenberger, der letztlich zum besten Spieler gewählt wurde, wurde völlig freistehend von Gerber lanciert und zeigte im Duell mit dem Torhüter eiskalt. In der 49. Minute war es wiederum der Captain, der den freistehenden Mitspieler sah. Dieses Mal war es der heranstürmende Siegenthaler, dessen Direktschuss die Lysser erstmals in Führung brachte. Die Partie schien da bereits zugunsten der Seeländer gedreht zu haben, die mentalen Vorteile lagen klar auf ihrer Seite. Doch nur wenig später traf Joel Reymondin – wer denn sonst? – genau unter die Latte. Es folgte eine Phase, in der das Spiel auf beide Seiten hätte kippen können. Beide Teams zeigten sich gewillt, die Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeizuführen. Das Ende ist bekannt. Zum ersten Mal im vierten Duell zwischen Lyss und Thun holte sich das Heimteam den Sieg. Der Kampf um die Playoffs bleibt indes spannend. Lyss liegt zwar auf dem siebten Rang, hat aber gleich viele Punkte auf dem Konto wie Münsingen und Thun, welche die Plätze hinter den Seeländern belegen.

Der SC Lyss ist auf Playoff-Kurs

Der SC Lyss ist auf Playoff-Kurs
Sechster Erfolg in Serie für den Seeländer MSL-Verein SC Lyss. Im «Sechspunktespiel» wurden die Düdingen Bulls in einer turbulenten und sehr engen Partie mit 7:4 bezwungen und der SC Lyss befindet sich neu auf Rang acht.
Wer hätte das gedacht: Es war auf den Tag genau vor einem Monat, als der SC Lyss in seiner Negativserie in der Seelandhalle gegen die Düdingen Bulls verlor und die rote Laterne in der Tabelle fasste. Und genau jetzt einen Monat später sieht alles ganz anders aus: Sechs Spiele in Serie gewonnen, die Freiburger inzwischen sowohl auswärts als auch auf eigenem Eis besiegt und in der Tabelle erstmals auf einen Playoff-Platz geklettert. Natürlich ist noch gar nichts entschieden. «Es folgen vier eminent wichtige Spiele, in denen wir die jetzige Winner-Mentalität behalten müssen», sagt Trainer Serge Meyer. Er schaue darum gar nicht auf die Rangliste. «Thun hat drei Punkte mehr auf dem Konto, kommt nächsten Mittwoch in die Seelandhalle und wir wollen die Berner Oberländer einholen.»

Defensiv solider werden

Es ist beim SC Lyss noch längst nicht alles Gold was glänzt. «Zu unkonstant war das Mitteldrittel», meinte Topskorer Florin Gerber. «Was zählt sind die drei Punkte. Aber defensiv haben wir uns verrückt machen lassen» Die Leistung sei solid gewesen, jedoch keineswegs überragend. Man müsse wieder einfacheres Hockey spielen. Für den SC Lyss sprach der Bitzstart: Verteidiger Aeschlimann erzielte nicht nur in der zweiten Minute das 1:0, er bediente nach 16 Minuten mustergültig Kai Wyss, der zum 2:1 einnetzen konnte. Zwischenzeitlich hatten die Freiburger im ersten Powerplay ausgeglichen. Das 3:1 von Suleski, Sekunden vor der ersten Pause, war ebenso Gold wert. Der Torreigen nahm im mittleren Abschnitt seine Fortsetzung. Lyss führte nach zwei Treffern von Florin Gerber rasch mit 5:2. Doch dann kam es eben zu den angesprochenen Schwächen: «Wir erwischten einen Superstart bis sich die Defensivfehler einschlichen. Dies veranlasste mich auch zu einem frühen Timeout», meinte Lyss-Coach Serge Meyer. Es sei wichtig gewesen, mindestens mit dem Zweitore-Vorsprung in den Schlussabschnitt zu gehen.

Eine enge Angelegenheit

Die Düdingen Bulls versuchten im Schlussdrittel sofort zu reagieren, was auch gelang. Keine Zeigerumdrehung verging, da hiess es nur noch 5:4 für die Platzherren. «Schade, hätten wir unsere Powerplaychancen besser genutzt, hätte das Spiel noch kippen können, denn wir glaubten an uns», so Düdingens Coach Thomas Zwahlen, der neu mit seinem Team auf den letzten Tabellenrang zurückgefallen ist. Der SC Lyss zeigte jedoch stets grosse Moral, geriet mit seinem Selbstvertrauen kaum ins Zittern und durfte in den zwei letzten Minuten zwei weitere Treffer bis zum 7:4 bejubeln. «Fehlte uns Ende des letzten Jahres noch das Glück, ist das Momentum nun total auf unserer Seite. Jetzt geben wir Vollgas», erklärt Lyss-Captain Florin Gerber. «Für mich sind die Playoffs auf jeden Fall ein Thema.» (Daniel Martiny / dmb)

Spektakulärer Sieg im Direktvergleich gegen Huttwil

Spektakulärer Sieg im Direktvergleich gegen Huttwil
Im Direktvergleich im Kampf um einen MSL-Playoffplatz hat der SC Lyss im Kantonalderby überzeugt. Die Seeländer bezwingen Hockey Huttwil nach einem 0:2-Rückstand noch verdient mit 4:2 und feiern so den fünften Sieg in Folge.

Spannende Ausgangslage im MSL-Spiel der beiden direkten Konkurrenten SC Lyss und Hockey Huttwil: Der Sieger dieser Partie würde problemlos noch in den Kampf um einen Playoff-Platz eingriffen können während es für den Verlierer immer schwieriger wird, der Abstiegsrunde zu entgehen. Der SC Lyss genoss zum zweiten von fünf Mal in Folge das Heimrecht und durfte sich nach der zuletzt gezeigten Siegesserie durchaus Hoffnungen auf ein positives Resultat machen. Doch der Gegner im Kantonalderby erwies sich wie erwartet als der ganz harte Brocken. Nach kurzer Abtastphase nutzten die Emmentaler im ersten Drittel die erste Überzahlsituation zur knappen Führung in dieser ausgeglichenen Partie. Zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Struchen gelang dem Team von Trainer Andreas Beutler das 0:1.

Ein Tor mit Signalwirkung

Weil der SC Lyss seinerseits im Powerplay noch nicht zu reüssieren vermochte, hielt dieses Resultat lange Bestand. Lyss zeigte sich nun sogar im Boxplay gefährlich und kam durch Neuzugang Smith beinahe in Unterzahl zum Ausgleich. Die Partie hatte unterdessen deutlich an Fahrt aufgenommen, wog hin und her mit doch etwas mehr Spielanteilen und Torchancen für die Seeländer. Umso brutaler und überraschender das 0:2 nach einem Konter kurz vor Ende des Mitteldrittels. Auch wenn Lyss gleich zu Beginn des letzten Abschnitts nach einer Teamstrafe erneut in Unterzahl agieren musste, die Entscheidung war noch nicht gefallen. Siegenthaler verwertete in der 44. Minute die Vorarbeit Leuenbergers und Gerbers zum Anschlusstreffer. Ein Tor mit Signalwirkung: Plötzlich war die Spielfreude auf Seiten des Heimteams wieder da. Nur zwei Minuten später der sehenswerte Ausgleich durch Michael Kovac. Es sollte noch besser kommen, denn in der 47. Minute gelang Mattioni die erstmalige Führung und erneut Siegenthaler stellte das Resultat sechs Minuten vor Schluss auf 4:2. Die Lysser Siegesserie geht also weiter. Fünf Vollerfolge in Serie versprechen für die weiteren Partien doch extrem viel Spannung und vor allem grosse Hoffnung. dmb

Die Erfolgsserie geht weiter / Rekordkulisse in Lyss

Die Erfolgsserie geht weiter / Rekordkulisse in Lyss
Vierter Sieg in Serie des Seeländer MySports-Vertreters SC Lyss. Vor der Rekordkulisse von über 1000 Zuschauern gewinnt Lyss verdient mit 3:1 gegen Seewen und gibt die Rote Laterne ab.
Endlich wieder ein Heimsieg! Nachdem der SC Lyss seine Aufholjagd mit Siegen in Düdingen, Thun und Martigny in den letzten Wochen zuletzt so richtig lanciert hat, kamen auch die Zuschauer in der Seelandhalle wieder einmal in den Genuss eines heimstarken, kämpferischen und vorab äussert kompakt auftretenden Heimteams. Da ist nicht mehr viel übrig vom mangelnden Selbstvertrauen vom vergangenen Dezember. Da ist wieder eine Mannschaft mit Kampfgeist und Siegeswillen auf dem Eis. Bestrebt, das schier Unmögliche wahr zu machen und eventuell doch noch die Playoffs zu erreichen. «Wir sind wieder in der Meisterschaft angekommen», sagt Trainer Serge Meyer: «Vielleicht mussten wir diese Baisse erleben, unsere Erfahrungen machen und lernen, uns in dieser unangenehmen Phase zu entwickeln."

Die Elite-Junioren des EHC Biel

Der Schlüssel zum Erfolg gegen einen starken EHC Seewen ist das kompakte Auftreten der Lysser. Zudem liess sich das Team auch nicht aus der Ruhe bringen, nachdem das Startdrittel torlos geendet hatte. Der vermeintliche Führungstreffer von Bruno Blatter wurde wegen einer angeblichen Kickbewegung aberkannt. Schock für die über 1000 Zuschauer dann zu Beginn des Mitteldrittels. Der Innerschweizer Manus Michel lag regungslos auf dem Eis, er hatte den Lysser Quentin Delémont schlichtweg übersehen und musste mit einer Gehirnerschütterung ins Spital gebracht werden. Nur zwei Zeigerumdrehungen später erlöste Steve Burgener den SC Lyss mit dem längst fälligen 1:0. In der Folge nahm die Partie nun richtig Fahrt auf. Junge Spieler wie Simon Wüest oder Kai Wyss rissen die Partie mit guten Leistungen herum. Die beiden Elite-Junioren des EHC Biel zeigten ihr grosses Können. «Es macht natürlich Spass, vor dieser tollen Kulisse zu spielen», sagt Kai Wyss, der zum besten Lysser des Abends erkoren wurde. «Ich ging bereits mit einem guten Gefühl in die Partie und darf mich nun über drei verdiente Punkte freuen.»

Wohin führt der Weg?

Weil es nach 40 Minuten nur 1:0 stand, blieb die Partie gegen die Innerschweizer spannend. Das 2:0 durch Delémont in der 43. Minute, beantworteten die Gäste mit einem schön herausgespielten Tor zum Anschlusstreffer. Anschliessend schepperte die Scheibe auch einmal an den Pfosten des fehlerlos agierenden Lyss-Keepers Kevin Geissbühler. Mit dem Tor des Tages sorgte Florin Gerber in der 57. Minute für die Entscheidung. Von Kaj Leuenberger angespielt, zog er von der Mittellinie aus gegen das Gehäuse des EHC Seewen und sorgte gekonnt für das Schlussresultat von 3:1. Der SC Lyss hat damit das erste von fünf Heimspielen für sich entschieden. Vier weitere folgen umgehend. «Wenn wir als Team auftreten, nicht abheben, konsequent den Abschluss suchen und ebenso konsequent in der eigenen Zone agieren, sind weitere Siege möglich», sagt Trainer Serge Meyer. Man nehme Spiel für Spiel und werde dann Ende Monat sehen, wo man in der Endabrechnung stehe. Wichtig ist vorerst, dass man die rote Laterne abgeben konnte und sich der Abstand auf die Playoff-Plätze weiter verringert habe.
Daniel Martiny